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Museumskonzept
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Das Historische Museum Basel sammelt, bewahrt, erforscht und vermittelt zentrale Teile des kulturellen Erbes von den Anfängen Basels bis in die Gegenwart. Es ermöglich das Erlebnis originaler Werke der materiellen Kultur und bietet Einsichten in historische und künstlerische Zusammenhänge. Es leistet einen Beitrag zur Auseinandersetzung der Gesellschaft mit ihrer kulturellen Entwicklung in Vergangenheit und Gegenwart sowie zur touristischen Attraktivität der Stadt.
Die Sammlung als Basis
Die Sammlung des HMB hat die Stadt und ihre Region im Fokus, ihr kulturgeschichtliches Einzugsgebiet ist aber ganz Mitteleuropa. Sie birgt hochrangige Geschichtszeugnisse und Kunstwerke aus den kirchlichen und weltlichen Bereichen des Lebens und reicht mit geschlossenen Sammlungsgruppen wie z. B. mit dem Basler Münsterschatz bis ins 11. Jahrhundert oder mit dem Amerbach-Kabinett ins 16. Jahrhundert zurück. Archäologische Funde und das Münzkabinett spannen den Bogen bis in vorchristliche Epochen, die zeitliche Grenze für Erwerbungen erstreckt sich bis in die Gegenwart. Verschiedene Spezialsammlungen (Musikinstrumente, Meissener Porzellan, Uhren) geniessen internationales Renommee. Interne und unterstützte externe Forschungsprojekte dienen der Erschliessung der Sammlung.
Ausstellungen und Vermittlung
Das HMB betreibt vier Ausstellungshäuser in historischen Gebäuden, von denen jedes einzelne ein Stück Stadtgeschichte repräsentiert. In den Dauerausstellungen wird die Sammlung in ihrem ganzen Querschnitt zur Geltung gebracht. Das thematische Spektrum reicht von der Basler Stadtgeschichte über allgemein kulturgeschichtliche Bereiche wie die Geschichte des Sammelns (Kunstkammer) bis zu den als eigene Sparten geführten Häusern mit dem Museum für Wohnkultur, dem Museum für Musik und dem Museum für Pferdestärken. Regelmässige Sonder- und Wechselausstellungen widmen sich unter anderem auch Themen oder Zeitabschnitten, die in der Dauerausstellung nicht oder nur wenig vertreten sind. Das Historische Museum Basel legt grossen Wert auf die Vermittlung seiner Sammlung und seiner Ausstellungen an eine möglichst breite Öffentlichkeit. Dies geschieht mittels eines vielfältigen Angebots für die verschiedensten Bevölkerungskreise und Altersstufen.
Geschichte

Das HMB ist eines der fünf grossen staatlichen Museen des Stadtkantons. Diese sind auf die 1661 begründete öffentliche Sammlung zurückzuführen und somit dem Bestand und der Tradition einer der ältesten Sammlungen eines städtischen Gemeinwesens überhaupt verpflichtet. Die Herausbildung einzelner Museumssparten seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte 1856 zur Gründung der Mittelalterlichen Sammlung. Mit ihr etablierte sich ein neues, an den Altertumswissenschaften und der Kulturgeschichte orientiertes Museumskonzept, das dann seit 1892 mit dem Historischen Museum Basel in der Barfüsserkirche als Museumsgebäude weiterentwickelt wurde. Als Vorbild diente dem Initiator, dem Germanisten Wilhelm Wackernagel, das grösste auf die Kulturgeschichte universell ausgerichtete Museum im deutschsprachigen Raum, das 1852 gegründete Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Das Historische Museum Basel ist heute ein kulturhistorisches Museum mit regionaler und internationaler Ausstrahlung.
Rechtliche Grundlagen
Den heute gemeinsamen Rahmen für die Existenz der staatlichen Basler Museen setzt das im Jahr 2000 erlassene Museumsgesetz des Trägerkantons Basel-Stadt. Individuelle Leistungsvereinbarungen berücksichtigen die Aufgaben jeder einzelnen Institution und dienen ihrer Weiterentwicklung. Die Unveräusserlichkeit der Sammlungen als Eigentum des Kantons Basel-Stadt und als Teil des Universitätsguts steht für den gemeinsamen Ursprung und die Kontinuität der Basler Museen.
Unterstützung
Die staatliche Trägerschaft deckt die Grundfinanzierung des Museumsbetriebs. Investitionen, Forschungen und Aktivitäten sind jedoch nur dank zusätzlicher Mittel möglich. Deshalb ist das Museum auf die mäzenatischen Zuwendungen von privater Seite ebenso angewiesen wie auf die finanzielle Hilfe von Stiftungen. Permanente Unterstützung leisten die Stiftung für das HMB (seit 1968) und der Verein für das HMB (seit 1892).
Basel, im August 2011