Die Waffen in der Sammlung des Historischen Museums Basel (ohne Bodenfunde) lassen sich nach ihrer Herkunft in drei Gruppen einteilen. Zeitlich am Anfang steht die kleine, aber sehr bedeutende Gruppe von Waffen aus der Burgunderbeute. Gedächtniswert und Denkwürdigkeit haben diese Waffen vor dem Untergang bewahrt. Heute zählen sie zu den kostbarsten Stücken der Sammlung. Auch anderen Waffen haftete grosser Gedächtniswert an: Der Dolch des Erasmus von Rotterdam erinnerte an den 1536 in Basel verstorbenen Humanisten, der Dolch des Johannes Amerbach an einen der Gründerväter des Basler Buchdruckes.
Eine zweite, mit etwa 3500 Nummern unvergleichlich grössere Gruppe der heutigen Sammlung bilden die ehemaligen Zeughausbestände. Sie wurden am Ende des 19. Jahrhunderts dem Museum zugewiesen.
Eine dritte, zahlenmässig wiederum sehr kleine Gruppe bilden die seit Bestehen des Museums geschenkten oder gekauften Waffen. Hierher gehören etwa zwei kostbare Armbrüste oder drei wertvolle Schweizerdolche, die bezeichnenderweise nie Zeughausbesitz waren, da sie in dieser Ausführung nur von vornehmen und reichen Bürgern getragen wurden.
Die Waffensammlung des Museums kann sich nicht mit einer fürstlichen Sammlung messen. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie auf die Bestände des alten städtischen Zeughauses zurückgeht. Allerdings setzen einige künstlerisch, waffenhistorisch oder kulturgeschichtlich sehr bedeutsame Stücke der Sammlung Glanzlichter auf.


























