Das Hündlein der Königin

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Das Hündlein der Königin

Meissen, 1739
ohne Marke
Modell von Johann Joachim Kändler
1738
Porzellan, Aufglasur? und Goldmalerei
H. 11 cm
Inv. 1975.1012.
Depositum der Pauls-Eisenbeiss-Stiftung

Ausstellungsort: Haus zum Kirschgarten

Kleinwüchsige, leichtgewichtige Zierhündchen verschiedener Rassen begleiten auf Bildnissen hochgestellte Frauen und Kinder seit dem 16. Jahrhundert. Vom Typ der hochbeinigen Jagdhunde abgeleitet, behalten sie deren Proportionen bei. Bei dem hier dargestellten Salon-Hündchen mit coupierten Ohren handelt es sich nicht um einen klassischen Mops, wie er in anderen Meissner Figuren in Erscheinung tritt, denn seine Schnauze ist nicht gestaucht. Eben noch scheint das Tierchen gedöst zu haben, was die Ruhestellung des eingeschlagenen Pfötchens andeutet. Nun ist es gestört worden und schaut aufmerksam dem Eintretenden entgegen. Kändler modellierte das Schosshündchen der polnischen Königin Maria Josepha nach einer gemalten Vorlage. Das Halsband trägt die Initialen R(egina) P(oloniae) M(aria) J(osepha) und die Jahreszahl 1739. In seinem Arbeitsbericht verweist Kändler eigens auf seine gelungene Wiedergabe des Stoffbezugs für das Polster des "zierlichen", sehr manieristisch gestalteten Taburetts.