Teller aus dem Krönungsservice von August III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen

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Teller aus dem Krönungsservice von August III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen

Meissen, 1733
Malerei Periode Höroldt
Schwertermarke unterglasurblau
eingeritzt Johanneusnummer N = 147 über W, 1733
Porzellan, Aufglasur? und Goldmalerei
Dm. 22,8 cm
Inv. 1975.1151.

Ausstellungsort: Haus zum Kirschgarten

Das Service, aus dem am Krönungstage Augusts III. in Krakau (18. Januar 1734) gespeist wurde, zeigt das sächsisch-polnische Wappen in Goldkartusche. Das Anbringen vom Besitzerwappen mag hier auf das Vorbild des wappenverzierten silbernen Tafelgeschirrs seines Vorgängers Augusts des Starken zurückgehen. Die Tellerfahne ist, wie auch bei den von Höroldt entworfenen Chinesenszenen der 1730er Jahre, mit einer breiten Goldspitzenbordüre überzogen. Zwei kleine Reisgarben im Spiegel und die "indianischen" Streublümchen folgen ostasiatischen Vorbildern. Höroldt bevorzugte schlichte Geschirrformen, auf deren glatten Flächen seine Malerei besonders gut zur Geltung kommt. Dies ist auch beim Krönungsservice zu beobachten; seine eleganten Formen werden durch den raffiniert sparsam gesetzten, filigranen Goldspitzendekor und die zurückgenommene Farbe besonders wirksam unterstützt.