Unter dem Titel «Kunst im Hause» veröffentlichte 1882 der damalige Direktor Moritz Heyne Abbildungen von Gegenständen aus der Mittelalterlichen Sammlung zu Basel. Unter den dort vorgestellten Hausgeräten in weiterem Sinn finden sich auch ein Pfannenhalter, ein Vogelkäfig oder ein Schmuckkästchen, also einfache, aber reichverzierte Gebrauchsgegenstände, deren Sammlungswert in der Vorbildfunktion für das zeitgenössische Kunstgewerbe gesehen wurde. Inzwischen hat dieses Sammlungsgebiet zur Alltagskultur weite Bereiche erfasst. Der Bestand des Historischen Museums Basel wurde vorwiegend aus Haushaltsauflösungen ergänzt, in Einzelfällen wie bei der sehr gut bestückten Gruppe Beleuchtungskörper auch durch Ankauf.
Als intaktes Ensemble bildet die Küche aus dem Segerhof mit Herd, Möblierung und Küchengeräten aus dem späten 18. Jahrhundert einen besonderen Anziehungspunkt. Ein kompletter Basler Haushalt wurde 1982 mit dem Legat von Frau Dr. Edith Stocker Nolte in die Sammlung übernommen. Er umfasst mehrere tausend Objekte des frühen 19. und des 20. Jahrhunderts und dokumentiert die Sammlung Hausgeräte für diesen Zeitbereich ausreichend. Als Spezialsammlung ist die in sich geschlossene Gruppe von etwa 200 Ton und Holzmodeln für Bildgebäcke aus dem 17. bis 19. Jahrhundert hervorzuheben. Darunter finden sich zahlreiche Beispiele von hoher technischer Qualität mit reicher Bilderwelt.
Die Übernahme der Sammlung des Gewerbemuseums/Museums für Gestaltung 1993 brachte einen Zuwachs von über 500 Objekten aus der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts.



























