Glasmalerei

+41 (0)61 205 86 09 oder

Einleitung zum Sammlungsgebiet 

Die Glasmalerei gilt als national bedeutender Kunstzweig der Schweiz. Die Stadt Basel war nicht nur ein blühendes Zentrum der Kabinettglasmalerei, sondern sie bewahrt auch einen ansehnlichen Bestand kirchlicher und profaner Glasbildkunst neuerer Zeit (ca. 1830–1930) noch in situ. Für das Historische Museum Basel gehört die Glasmalerei deshalb zu den bevorzugten Sammlungsgebieten.

Vier grössere Komplexe sind zu unterscheiden:

  • Die kirchliche Glasmalerei mit Beispielen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.
  • Die Kabinettglasmalerei mit überwiegend profanen Scheiben, beginnend in der Zeit vor der Reformation und reich vertreten im 16. und 17. Jahrhundert, bis hin zu Beispielen der Wiederbelebung der Gattung in Basel seit etwa 1830.
  • Dann die grosse homogene Gruppe von 107 neu angefertigten Wappenscheiben, die Basler Familien anlässlich der Eröffnung des Museums 1894 stifteten.
  • Als vierte Gruppe schliesslich 100 Musterscheiben (Lehrgang für Glasmalerei) und Kopien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die 1989 aus der Sammlung des Gewerbemuseums übernommen wurden.

Die profane Glasmalerei, die mit der in der Schweiz ausgeprägten Sitte der Fenster- und Scheibenstiftungen zusammenhängt, stellt den Hauptanteil der Sammlung. Die kleinformatigen, auf Nahsicht ausgerichteten Glasbilder gehörten als Kabinettscheiben zur Ausstattung von Burgen, Rathäusern, Zunftstuben, Schützenhäusern und privaten Wohnstuben. Sie sind dementsprechend in der Form von Standesscheiben, Zunft- und Gesellschaftsscheiben sowie bürgerlichen Wappenscheiben vertreten. Allein rund 100 Beispiele in der Sammlung können Basler Meistern der Spätrenaissance und Barockzeit zwischen 1550 und 1650 zugewiesen werden, ein fruchtbarer Zeitraum, in dem 55 Glaser und Glasmaler nachweislich in der Stadt tätig waren. Dass die Gattung im 16. Jahrhundert unter dem Einfluss Hans Holbeins d.J. in Basel zu höchster Qualität gelangt war und im frühen 19. Jahrhundert mit dem Maler Hieronymus Hess einen bemerkenswerten Ausläufer hat, belegen Einzelstücke der Sammlung. Der Bestand wird durch Scheibenrisse und Entwürfe in der Grafischen Sammlung des Museums ergänzt.

Wappenscheibe des Andreas Ryff und Daniel Burckhardt

Basel, 1595 Hans Jakob Plepp zugeschrieben H. 44, B. 37,5 cm Inv. 1991.257.

Details

Die Caritas aus der Niklaus-Kapelle in St. Peter, Basel

Basel, um 1545 David Joris zugeschrieben Monolithscheibe Dm. 20 cm Inv. 1905.498.

Details

Wappenscheibe der Grafen von Thierstein

Basel, um 1500 H. 47, B. 32 cm Inv. 1947.17.

Details

Thronender Weltenrichter

Schweiz, um 1300 H. 62, B. 67 cm Inv. 1881.87.

Details

Basler Standesscheibe mit Oberbild aus dem Basler Rathaus

Basel, 1514 H. 50,5, B. 49 cm Inv. 1925.62. H. 24, B. 55 cm Inv.Nr.1925.179.

Details

Basler Standesscheibe

Basel, 1512/20 H. 46, B. 32 cm Inv. 1904.328.

Details

Wappenscheibe der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels

Basel, 1854 Adolf Mieg H. 71, B. 60.5 cm Inv. 1964.21. Depositum Drei Ehrengesellschaften

Details

Zuger Standesscheibe aus dem Tagsatzungssaal zu Baden

Zürich, 1500-1501 Lukas Zeiner H. 50, B. 35 cm Inv. 1870.1272.

Details

Basler Standesscheibe mit Maria

Basel, 1519 H. 60,5, B. 35,5 cm Inv. 1930.93.

Details

Allegorie der Vergänglichkeit

Basel, 1731 Johann Rudolf Huber(?) Monolithscheibe H. 14,5, B. 14,5 cm Inv. 1888.95.

Details

Wappenscheibe des Johannes Gebwiler

Oberrhein, 1497 H. 45, B. 32 cm Inv. 1958.19.

Details

Wappenscheibe des Georg von Massmünster

Basel, 1520 H. 61,5, B. 53 cm Inv. 1935.479.

Details

Wappenscheibe des Johann Konrad von Roggenbach

Konstanz, 1660 Wolfgang Spengler H. 45, B. 42 cm Inv. 1877.9.

Details

Engel mit Monochord aus dem Kapitelsaal des Konstanzer Münsters

Strassburg, um 1480 Werkstatt Peter Hemmel von Andlau H. 62, B. 36 cm Inv. 1891.106.

Details

Auszug durch das Spalentor

Basel, 2. Hälfte 16. Jh H. 15, B. 38,5 cm Inv. 1895.69.

Details

Mater Dolorosa aus der Kartause in Freiburg i. Br.

Freiburg i. Br., 1. Viertel 16. Jh. H. 146,5, B. 54,5 cm Inv. 1901.270.

Details

Wappenscheibe der Stadt Breisach

Oberrhein, 1521 H. 42, B. 31 cm Inv. 1923.246.

Details

Hl. Gotman

Basel, 1508 H. 72, B. 50 cm Inv. 1870.1277.

Details

Hl. Christophorus aus der Kirche von Läufelfingen

Basel, um 1470 H. 59, B. 41 cm Inv. 1881.77.

Details

Erinnerungsscheibe an Matthäus Merian

Basel, 1849 Entwurf: Hieronymus Hess Ausführung: Ferdinand Beck Schaffhausen 1852 H. 77, B. 47 cm Inv. 1981.28.

Details

Marientod aus Notre-Dame-de-la-Visitation,

Bourguillon, Mitte 15. Jh. Michel Glaser zugeschrieben H. 149, B. 76,5 cm Inv. 1888.43.a.

Details

Bannerträger der Webernzunft

Basel, 1560 Ludwig Ringler zugeschrieben H. 102,5, B. 54,5 cm Inv. 1884.64.

Details

Festmahl der Seiler

Basel, 1615 Hieronymus Vischer zugeschrieben H. 55,5, B. 56 cm Inv. 1901.42.

Details

Wappenscheibe der Familie von Bärenfels

Basel oder Winterthur, um 1895 H. 87, B. 58 cm lnv. Nr. 1979.115.

Details

Wappenscheibe von Ernst Rudolf Lindenmeyer und Martha Elisabeth Koechlin

Basel, 1921 Glasmaler: Emil Schäfer (1870-1943) Glasmalerei in Schwarzlot und Silbergelb auf farbigem Glas, Blei; Holzrahmen H. 38,2 cm, B. 29 cm (ohne Rahmen) H. 41,2 cm, B. 32 cm (mit Rahmen) Inv. 2009.720.

Details

Glasgemälde Majestas Domini aus der Kathedrale von Chartres

Frankreich, 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts Dm. 82 cm Inv. 1978.222.

Details