Kastanienschüssel
Kastanienschüssel
Meissen, um 1765/70
Porzellan mit Aufglasurbemalung
L. 27,5 cm, T. 23 cm, H. 14,5 cm
Inv. 2009.613.
Depositum Pauls-Eisenbeiss-Stiftung, Basel
Ausstellungsort: Museum für Wohnkultur
Druckversion (4132x3071)in den Warenkorb (CHF 40.00)
Esskastanien waren im 18. Jahrhundert in allen gesellschaftlichen Schichten Bestandteil des herbstlichen Speiseplans. Zwar war die Ernte während des Herbstes sehr gross, doch die Saison war kurz und die Haltbarkeit bei der Lagerung begrenzt. Esskastanien wurden in einer Vielzahl von Arten zubereitet, die vom Rösten und Kochen bis zum Kandieren und anderen aufwendigen und teuren Formen der Verfeinerung und Konservierung reichte. Dem damit erzielten Wertzuwachs entsprach eine entsprechende Präsentation auf den Tafeln der Oberschicht: Die Kastanien wurden gut sichtbar in kostbaren Gefässen, meist aus Keramik, auf die Tafel gebracht. Die durchlässige Gitterstruktur der Schale passt zudem zu den Tellern, die man zum Dessert benutzte: Auch sie hatten einen durchbrochen gearbeiteten Rand. (Geschenk Frau Rosemarie von Lentzke-Pauls an die Pauls-Eisenbeiss-Stiftung).
