Barfüsserplatz
Geöffnet Di–So 10–17
Veranstaltungen für Schulen:
Di–Fr 8–17, nach Absprache möglich
Vermittlungsangbote
in den Dauerausstellungen
+41 (0)61 205 86 70 oder
IN DER BARFÜSSERKIRCHE
Lällekönig, Basilisk und Baselstab – Basel entdecken im Museum (1.–4. Schuljahr)
Woher kommt der Baselstab? Was ist ein Basilisk und was hat er mit Basel zu tun? Wem streckt der Lällekönig die Zunge raus? Wo ist die Stadtmauer durchgegangen? In der Barfüsserkirche gibt es viele spannende Dinge aus Basel und zur Basler Geschichte zu entdecken. Spielerisch erfahren die Kinder etwas über die Geschichte von Basel und werden so ein Stück mehr mit der heutigen Stadt vertraut.
Brücke, Brände, Bischofsstab – Basel im Mittelalter (5.–7. Schuljahr)
Das Mittelalter war eine Zeit mit vielen Facetten. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie die Stadt im Mittelalter aussah, wer die Macht hatte, wie sich der Alltag der Menschen gestaltete oder welche Gefahren sie bedrohten. In Gruppen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Objekten mit einem Thema aus dem Bereich des mittelalterlichen Lebens: Leben und Tod, Kinder und Erwachsene, Krieg und Frieden, Gefahren und Katastrophen, Beruf und Handwerk, Handel und Verkehr, Kirche und Macht. Im gemeinsamen Rundgang erläutern die Gruppen die Überlegungen aus der Gruppenarbeit.
Leben nach Vorschrift – Basel in der Frühen Neuzeit (ab 8. Schuljahr)
Variante I
Die Veranstaltung behandelt die Zeit zwischen der Reformation und dem Ende des Ancien Régime. Anhand ausgewählter Objekte und Bilder beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Aspekten der frühneuzeitlichen Stadt, der Gesellschaft, der Familie, der Politik oder der Wirtschaft. Im gemeinsamen Rundgang werden die Überlegungen aus den Gruppenarbeiten der Klasse präsentiert. Die Veranstaltung gibt einen groben Überblick über die Epoche der Frühen Neuzeit in Basel.
Variante II
Die etwas vereinfachte Variante legt den Fokus weniger auf die historische Epoche, sondern mehr auf die Regeln und Gesetze, die Ordnung und Sittenkontrolle, die das Leben der Menschen prägten. Anhand ausgewählter Gegenstände und Bilder machen sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über die Arten und den Zweck von Vorschriften und Normen gestern und heute.
Tanz ins Jenseits – Geschichte(n) von Krankheit und Tod (ab 8. Schuljahr)
Jahrhunderte lang waren die Menschen von Krankheiten und Epidemien stärker bedroht als wir dies hier und heute sind. Im Zentrum der Veranstaltung der steht der Basler Totentanz. Anhand dieses berühmten Bildzyklus’ behandeln die Schülerinnen und Schüler die Frage, wie die Menschen in früherer Zeit mit Sterben und Tod umgegangen sind und welche Bilder sie sich vom Tod machten. Sie befragen das Gemälde nach seinen Inhalten und seinen verschiedenen Bedeutungen. Auf der Grundlage der Gruppenarbeiten werden die vielfältigen Aussagen des Totentanzes gemeinsam erarbeitet.
Donnerkeil und Haifischzahn – aus alten Schatz- und Wunderkisten (KG–4. Schuljahr)
Sammeln hilft, die Welt zu entdecken. Was wertvoll und wichtig ist, bewahren wir in Schatzkisten auf. Kuriose und fremde Dinge regen unsere Fantasie an. Was sammelten Menschen früher? Weshalb sammelten sie? Und was sagen uns die gesammelten Dinge heute über das Weltwissen früherer Generationen? Wir hören Geschichten über das Einhorn. Wir untersuchen Versteinerungen, Münzen, Knöchelchen und anderes und befassen uns mit kostbaren alten Schatzkisten und ganz besonderen Sammlungsgegenständen. Kinder dürfen einen Gegenstand aus ihrer eigenen Sammlung mitbringen.
Einhorn, Drachen, Götterwelten – Fantasy der Vergangenheit (4.–8. Schuljahr)
Wildleute und Fantasiewesen bevölkern die mittelalterlichen Bildteppiche. Auch Riesen, Zwerge und Drachen haben die Menschen immer fasziniert. Selbst bedeutende Wissenschaftler beschäftigten sich mit ihnen. Nebst dem Erforschen wurden kuriose und kostbare Dinge auch gesammelt und aufbewahrt. Echsen wurden lebend abgegossen, antike Götterfiguren kopiert und Fabelwesen auf Bildern und als Skulpturen dargestellt. Alle diese Gegenstände halfen den Menschen, die Welt zu verstehen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich damit, welches Bild sich die Menschen von der Welt machten und wie sich dieses im Laufe der Jahrhunderte veränderte.
Vom Entdecken & Erforschen der Welt – Geschichte der Naturwissenschaften (ab 7. S.j.)
Wie hat man sich die Erde in früheren Zeiten vorgestellt? Seit wann weiss man, dass sich die Erde um die Sonne dreht? Wozu dienten früheren Sternenforschern ein Astrolabium oder eine Armillarsphäre?
Auch die Naturwissenschaften haben eine Geschichte: Die Kontinente mussten entdeckt, das Weltall berechnet, die Naturgesetze und der menschliche Körper erforscht werden. Die Gegenstände aus Kunst- und Wunderkammern zeugen heute vom Forschungsdrang unserer Vorfahren. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Globen, Messgeräten und kuriosen Dingen und begeben sich auf die Spuren von wissenschaftlichen Entdeckungen.
Keltenstadt und Römerzeit – die frühen Siedlungen Basels (2.–5. Schuljahr)
Unter unseren Füssen liegen mehrere tausend Jahre Geschichte von Basel. Die Kelten bauten zwei wichtige Siedlungen am Rheinknie, die Römer eroberten den Münsterhügel und gliederten Basel in ihr Weltreich ein. Schmuck, Gefässe, Werkzeuge oder Essgeschirr zeugen vom Alltagsleben in den frühen Siedlungen. In der Ausstellung geben zwei Siedlungsmodelle einen lebendigen Einblick in die beiden hoch entwickelten Kulturen. In der Veranstaltung beschäftigen sich die Kinder mit ausgewählten Gegenständen. Sie untersuchen, wozu sie dienten oder woraus sie hergestellt waren. Spielerisch entdecken sie so die Geschichte der Kelten und Römer in Basel.
Kelten, Römer, Alamannen – archäologische Spurensuche in Basel (5.–7. S.j.)
Je gründlicher der Untergrund erforscht wird, desto vielschichtiger zeigt sich die Vergangenheit: Die Kelten bauten zwei bedeutende Siedlungen, bevor die Römer den Münsterhügel eroberten und es zu einer keltisch-römischen Mischkultur kam. Später brachten Alamannen und Franken wichtige Neuerungen ans Rheinknie.
Welche Einblicke in diese hoch entwickelten Kulturen geben uns die Funde aus Grabungen? In der Veranstaltung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Besiedlungsgeschichte der Stadt. Am Beispiel ausgewählter Gegenstände können sie nachvollziehen, welche Veränderungen die verschiedenen Kulturen der Kelten, Römer, Alamannen und Franken mit sich brachten.
IM HAUS ZUM KIRSCHGARTEN
Elisabethenstrasse 27/29
Geöffnet Di–Fr, So 10–17, Sa 13–17
Veranstaltungen für Schulen:
Di–Fr 9–17, nach Absprache möglich
UHR-ZEIT – Uhren und Zeitmessung gestern und heute (2.–4. Schuljahr)
Wie sahen Uhren früher aus, wie funktionierten sie und mit welchen anderen Methoden haben die Menschen einst ihre Zeit eingeteilt und gemessen? Was ist eine Mittagskanone, wie funktioniert eine Sonnenuhr und wozu wurden Sanduhren verwendet? In der Uhrensammlung erkunden die Kinder spielerisch und abwechslungsreich die Entwicklung der Zeitmessung von gestern bis heute: Sie suchen verschiedene Uhren, lösen Rätsel, geben den Uhren Namen, malen ihre Lieblingsuhr, probieren selber aus und lernen so mit Sonnen-, Sand-, Feuer-, Wasser- und Öluhren die elementaren Formen der Zeitmessung kennen. Die Veranstaltung dauert 120 Minuten.
50 Räume für eine Familie – Leben und Wohnen in früheren Zeiten (3./4. Schuljahr)
Wie funktionierte die Toilette? Woher kam das Wasser zum Kochen und Abwaschen? Was stand bei der Familie im Kirschgarten zum Essen auf dem Tisch? Weshalb hatte das Bett einen Vorhang? Die Kinder erkunden die Räume des Hauses, das die Familie des Seidenbandfabrikanten Johann Rudolf Burckhardt vor 230 Jahren bewohnte. Sie erfahren, wie eine reiche Familie lebte, womit die Kinder spielten und welche Aufgaben Bedienstete hatten. Die Veranstaltung dauert 120 Minuten.
Bürgerliche Lebens-Räume im 18. Jahrhundert – eine Spurensuche (ab 8. Schuljahr)
Im Haus zum Kirschgarten, das der Handelsherr Johann Rudolf Burckhardt um 1780 erbauen liess, begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Spurensuche. Im Zentrum steht der Erarbeitungsteil: Mode und Körperpflege, Einrichten und Wohnen, Wärme und Licht, Speis und Trank, Freizeit und Zeitvertreib, Kinder und Jugendliche oder Frauen und Männer sind die Themen, die anhand von Objekten in Gruppen bearbeitet werden. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden in Form eines Rundgangs präsentiert. In der Auseinandersetzung mit dem Haus und den Gegenständen entsteht so ein Mosaik der bürgerlichen Lebenswelt am Ende des 18. Jahrhunderts.
Fremdsprachen lernen
In den Veranstaltungen "Fremdsprachen lernen" im Haus zum Kirschgarten werden Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Aktivitäten zum Sprechen in einer Fremdsprache angeregt. Das Wohnmuseum bietet sich für den Spracherwerb an, weil die Klassen mit alltäglichen Themen und Situationen konfrontiert werden. Die Schülerinnen und Schüler üben und verbessern den mündlichen Ausdruck, sie erweitern den Wortschatz und lernen dabei gleichzeitig das Museum kennen.
Apprendre le français (ab 6. Schuljahr, ab 2. Jahr Französischunterricht)
Im Haus zum Kirschgarten werden die Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Aktivitäten zum Französisch Sprechen angeregt und lernen dabei gleichzeitig das Museum kennen. Klassen mit 1–2 Jahren Französischunterricht fragen nach bestimmten Räumen, benennen Einrichtungsgegenstände und Materialien oder beschreiben die Familienbeziehungen der ursprünglichen Hausbewohner. Klassen mit 3–4 Jahren Französischunterricht beschreiben die Zimmereinrichtungen und vergleichen diese mit den eigenen Wohnverhältnissen, beschäftigen sich mit der Geschichte des Hauses oder spielen Szenen, wie sie sich in diesem Haus abgespielt haben könnten.
Au musée avec Jean-Louis, le fantôme (ab 3. Primarschuljahr)
Neu ab Februar 2012: In der Veranstaltung können die Kinder ihr Französisch spielerisch anwenden und einfachen Wortschatz lernen und üben. Jean-Louis, ein Gespenst, das im Haus geboren wurde und jetzt wieder herumgeistert, begleitet durch die Veranstaltung. Die Kinder müssen Jean-Louis mit einem Lied rufen, damit er hervorkommt und ihnen seine Lieblingsräume im Haus zeigt. Sie zählen Treppenstufen oder üben beim Esszimmer Redewendungen zu ihren Lieblingsspeisen. Wenn Jean-Louis zwischendurch mal unbemerkt verschwindet, erraten sie, hinter welchem Möbelstück er sich wohl versteckt. Das Angebot wurde für den Französischunterricht in der Primarschule entwickelt.
Learning English (ab 2. Jahr Englischunterricht)
Im Haus zum Kirschgarten werden die Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Aktivitäten zum Englisch Sprechen angeregt und lernen dabei gleichzeitig das Museum kennen. Klassen mit 1–2 Jahren Englischunterricht beschäftigen sich mit dem Porträt des Bauherrn Johann Rudolf Burckhardt, sie entdecken die Wohnräume und üben das Beschreiben von Wegen von einem Ort zum anderen. Schulklassen mit 3–4 Jahren Englischunterricht schlüpfen in die Rollen der Hausbewohner und erarbeiten anhand von vorgegebenen Situationen kurze Szenen.
IM MUSIKMUSEUM
Im Lohnhof 9
Geöffnet Mi–Sa 14–18, So 11–17
Veranstaltungen für Schulen:
Mi–Fr 9–12, 14–18, nach Absprache möglich
Besonderes:
Klassen des Kindergartens und der Primarstufe sind gebeten,
ihre Finken mitzubringen.
Von Kuh- und anderen Hörnern – alles ums Tuten und Blasen (KG–2. Schuljahr)
Ausgangslage der Veranstaltung ist die Geschichte von Konstantin, einem Krokodil, das Horn spielt. Mit der Geschichte von Konstantin werden die Kinder in die Welt der Hörner eingeführt. Indem sie verschiedene Hörner kennen lernen und zum Teil selber ausprobieren können, erleben sie an einem Beispiel die vielfältige Welt der Instrumente und der Musik.
Peter und der Wolf – Märchenhaftes im Musikmuseum (1.–4. Schuljahr)
1936 hat Sergej Prokofjew mit seinem musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ ein Stück geschaffen, das Kinder und Erwachsene bis heute fasziniert. In der Veranstaltung begegnen die Kinder dem mutigen Peter, dem kleinen Vogel, dem besorgten Grossvater und dem grossen, grauen Wolf. Ausgehend von der Geschichte lernen sie Prokofjews Musik kennen. Sie begeben sich auf die Suche nach den passenden Instrumenten, die sie nicht nur betrachten, sondern auch selber ausprobieren können.
Eingetrichtert und herausposaunt – rund ums Phänomen der Trichter (4.–7. Schuljahr)
Bei vielen Musikinstrumenten beeinflussen Trichter den Klang. Der Besuch in der Dauerausstellung wird ergänzt durch ein Experimentierfeld, das die musikalisch-physikalischen Auswirkungen von Trichtern handfest und ohrenfällig erlebbar macht.
Musik grenzenlos – eine Reise durch Zeiten und Länder (4.–9. Schuljahr)
Mit Reisenden und Emigranten überqueren Instrumente und Musikstile seit jeher alle Ozeane und Grenzen. Die Sammlung des Musikmuseums ist Zeugnis für geografische und historische Reisen. Mit Augen und Ohren erforschen Schülerinnen und Schüler Klang- und Bauunterschiede von bekannten und fremden, alten und neuen Instrumenten. Sie können einzelne Instrumente selber ausprobieren und erfahren so Vieles über das Machen und Erleben von Musik gestern und heute, hier und dort.
Hörgänge – ein Zellenlauf durchs Musikmuseum (ab 8. Schuljahr)
Anhand von Instrumenten und den entsprechenden Musikbeispielen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit instrumentenkundlichen und musikhistorischen Fragen und kommen so verschiedenen Stilepochen, Instrumentengruppen und unterschiedlichen Formen der Klangerzeugung auf die Spur.
Klangwelten (für Kinder und Jugendliche mit Behinderung)
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entdecken die Musik als Kommunikations- und Ausdrucksmittel. Anhand verschiedener Instrumente lernen sie die Möglichkeiten der Klangerzeugung kennen. Beim individuellen und kollektiven Ausprobieren von verschiedenen Musikinstrumenten werden Geräusche, Klänge und Rhythmen zum sinnlichen Erlebnis. Dieser interaktive Rundgang richtet sich an Sehbehinderte sowie an geistig und körperlich Behinderte aller Altersstufen. Der Museumsbesuch wird jeweils im Voraus abgesprochen und individuell auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt.